Straßennamen in Halle

Sie können den Namen hier suchen lassen:

 R   wie Ratswerder


Rabeninsel

Auf den Bäumen der Insel nisteten Saatkrähen in großer Zahl.

Radeweller Straße

Radewell, ehemals Rodibile, im Süden Halles bei Ammendorf.

Zurück zum ABC

Raffineriestraße

Raffinade: feingemalener gereinigter Zucker. Hier wurde 1862 eine Zuckerfabrik gebaut.

Rainstraße

Rain, Ackergrenze. Der Name verweist auf die ehemals ländliche Gegend am Giebichenstein.

Rannische Straße

Ursprünglich nach dem Dorf Radewell führend (Radewellsche, später Rodewellsche, Rodelsche, Randische, Rannische Straße). Hier gab es im Mittelalter Ausspannhöfe. Noch heute befindet sich in dieser Straße der älteste Gasthof der Stadt, die Goldene Rose.

Rannischer Platz

Hier, am Ende des Steinweges, stand das äußere Rannische Tor.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 68, Rannisches Tor, zeigen.



Rathausstraße

Ursprünglich „hinter dem rathuse“. Die Straße führte zwischen Kreuz-Kapelle und Waage zum Sandberg.

Rathenauplatz

Walther Rathenau (1867-1922), Wirtschaftler, Philosoph und Staatsmann. Leitete die AEG, die von seinem Vater gegründet worden war. 1922 Außenminister. Walther Rathenau wurde von rechten Offizieren ermordet.

Ratswerder

Werder: Insel. Der Ratswerder, eine schattige, verträumte Idylle, liegt zwischen Mühlgraben, Gerbersaale und Hochstraße. Der Name hebt die Stadt als Eigentümer hervor.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 76, Ratswerder, zeigen.



Regensburger Straße

Die alte Handels-Straße in Richtung Regensburg, einem Handels-Platz in der Ober-Pfalz und Ziel der Salz-Händler.

Zurück zum ABC

Reichardtstraße

Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), Komponist und königlich-preußischer Kapell-Meister. Fiel in Ungnade und zog sich nach Giebichenstein zurück. Wurde in Halle Salinen-Inspektor, pachtete das Kästnersche Kossätengut in der Nähe der Burg, legte „Reichardts Garten“ an. In seinem Haus, das Goethe „Herberge der Romantik“ nannte, trafen sich u.a. die Schriftsteller Achim von Arnim, Clemens von Brentano, Wilhelm Grimm, Jean Paul, Novalis, Ludwig Tieck, Wilhelm Heinrich Wackenroder.

Reideburger Landstraße

Die Straße führt nach Reideburg, im Osten der Stadt. 1950 eingemeindet. Ertragreiches Land um das ehemalige "Küchen-Dorf". Grenze zwischen Preußen und Kursachsen.

Reileck

Reilshof

Reilstraße

Johann Christian Reil (1759-1813), Professor der Medizin und Ober-Bergrat in Halle. Erhielt vom König den Schaf-Berg geschenkt, später Reils Berg genannt, auf dem der Zoologische Garten eingerichtet wurde. Reil bemühte sich auch um das kulturelle Leben in der Stadt.

Richard-Horn-Straße

Richard Horn, Bildhauer, z.B. Stadtwappen am Rathaus.

Richard-Loesche-Straße

Zur Erinnerung an den Arbeiterfunktionär.

Zurück zum ABC

Richard-Paulick-Straße

Richard Paulick (1903-1979), Architekt. Tätig am Bauhaus Dessau. Emigration nach China. Nach Rückkehr am Aufbau von Berlin und Halle-Neustadt beteiligt.

Richard-Richter-Platz

Richard Richter, Kommunist, Initiator der Gründung der halleschen Orts-Gruppe des RFB (Roter Frontkämpferbund). 1924 zum Vorsitzenden des RFB-Bezirkes Halle-Merseburg gewählt.

Richard-Riedel-Hof

Richard Riedel (1838-1916) hat als fähiger Konstrukteur und Erfinder auf diesem Areal 1872 die Hallesche Maschinen-Fabrik gegründet und zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt. Als Stadtverordneter, Mitglied der Handels-Kammer und später als Vorsitzender der neu gegründeten Gewerbe-Kammer hat er die handwerkliche und industrielle Entwicklung der Stadt Halle beeinflusst.

Richard-Schatz-Straße

Zur Erinnerung an den Arbeiterfunktionär.

Riebeckplatz

Carl Adolph Riebeck (1821-1883), Gründer der Riebeckschen Montanwerke AG. Riebeck wohnte an diesem Platz, der ursprünglich eine Richt-Stätte war. Der alte Name für die Anhöhe vor dem äußeren Galg-Tor war Galg-Platz, seit 1827 trug die Anlage den Namen Leipziger Platz, seit 1891 hieß sie schon einmal Riebeck-Platz. Im Jahre 1945 erhielt der Platz den Namen Thälmannplatz.

Riemenschneiderweg

Tilman Riemenschneider (um 1460-1531), erfolgreicher Bildhauer und Bildschnitzer im süd-deutschen Raum. Riemenschneider setzte seine Ämter aufs Spiel und unterstützte die Bauern während des Bauern-Krieges.

Riveufer

Richard Rive (1864-1947)‚ Jurist, Kommunal-Politiker. Ober-Bürgermeister in Halle von 1906 bis 1933. Rive erwarb sich große Verdienste bei der Entwicklung der Stadt. Ehrenbürger der Stadt Halle.

Zurück zum ABC

Robert-Franz-Ring

Robert Franz (1815-1892), hallescher Lieder-Komponist. Universitäts-Musikdirektor, gründete die Singakademie. Robert Franz stammte aus einer Halloren-Familie. Er ist Ehrenbürger der Stadt Halle. Die Straße hieß bis 1892 „Am Mühlgraben“.

Robert-Mühlpforte-Straße

Robert Mühlpforte, Vater und Sohn, hallesche Kommunisten, Aktivisten des anti-faschistischen Widerstandes. Die gesamte Familie leistete einen aktiven Beitrag im illegalen Kampf. Robert Mühlpforte, sen. verstarb an den Folgen der faschistischen Haft.

Röderberg

Ursprünglich Räderberg. Rad-Hinrichtungs-Stätte des Amtes Giebichenstein.

Röserstraße

Ernestine Röser (1815-1904), Gründerin des Röser-Stiftes (Waisen-Haus / Mädchen-Heim) im Böllberger Weg.

Roitschweg

Nach der Roitschmark zwischen Brachwitz und Dölau.

Roßbachstraße

Erinnert an die Schlacht bei Roßbach in Sachsen-Anhalt 1757, die Friedrich der Große gewann.

Zurück zum ABC

Rossplatz

Im Mittelalter ein Rasen-Platz mit Lehmgruben, danach Richt-Stätte. Ab 1820 Vieh- und Pferde-Markt. Der Platz hat durch die moderne Straßen-Führung seine ursprüngliche Form verloren.

Rudolf-Breitscheid-Straße

Rudolf Breitscheid (1874-1944), führender Sozialdemokrat. Anti-Faschist. Seit 1912 SPD-Mitglied, 1918/19 preußischer Innen-Minister, später außen-politischer Sprecher der SPD-Reichstags-Fraktion, Mitglied der deutschen Delegation beim Völkerbund. Breitscheid emigrierte 1933 nach Frankreich, befürwortete die anti-faschistische Aktions-Einheit. Am 18. Dezember 1935 unterzeichnete Breitscheid zusammen mit anderen prominenten Anti-Faschisten die Pariser Protest-Erklärung gegen die Hinrichtung des halleschen Kommunisten Rudolf Claus (↓) durch die Faschisten. Diese Erklärung rief alle Menschen auf zum Kampf gegen den faschistischen Mord-Terror sowie für die Befreiung Thälmanns und anderer eingekerkerter Anti-Faschisten.
Rudolf Breitscheid wurde 1941 an die Gestapo ausgeliefert und im KZ Buchenwald bei einem Luft-Angriff getötet.

Rudolf-Claus-Straße

Rudolf Claus († 1935), Kommunist, Anti-Faschist, hatte 1928 an führender Stelle der KPD-Bezirks-Organisation Halle-Merseburg im Rahmen der Roten Hilfe gearbeitet. Er gehörte zu den ersten (auf Grund des faschistischen "Hochverrats"-Erlasses vom 24. April 1934) zum Tode verurteilten Anti-Faschisten. Rudolf Claus wurde am 17. Dezember 1935 durch die Nazis hingerichtet. Sein Tod löste eine internationale Protest-Welle gegen die Nazi-"Justiz" aus.

Rudolf-Haym-Straße

Rudolf Haym (1821-1901), Literatur-Historiker, Philosoph, Politiker. Professor in Halle. Autor von „Die romantische Schule“. Wohnte am Kirchtor.

Zurück zum ABC