Straßennamen in Halle

Sie können den Namen hier suchen lassen:

 M   wie Marktplatz


Manfred-Stern-Straße

Manfred Stern (1896-1954), Studium der Medizin. Als General Kleber kämpfte er auf Seiten der Internationalen Brigaden 1936 bis 1938 in Spanien. Danach in die Sowjetunion zurück beordert, verhaftet und wegen angeblicher Spionage zu zehn Jahren Lager verurteilt. 1949 erneut beschuldigt und verurteilt. Starb im Lager.

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Mansfelder Straße

Alte Heer-Straße nach Eisleben und ins Mansfelder Land.

An der Marienkirche

Verweist auf die kleine romanische Marien-Kirche, die mit der Gertrauden-Kirche am Ort der heutigen Markt-Kirche stand.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 45, Marienkirche, zeigen.



Marienstraße

Der Name erinnert an die Marienbreite, eine ehemalige Acker-Fläche, die der Marien-Kirche gehörte.

Große Märkerstraße

Kleine Märkerstraße

Um 1315 heißt sie noch Merclines Strate nach dem Geschlecht der Merkline (vermutlich eine Ableitung von Markwart / Markwin: Grenzhüter), danach Wandlung in Merkil-, Merkel-, Merker-, Märker-Straße. Sie war bis ins 19. Jahrhundert die „Gelehrten-Straße“, viele Professoren der Uni hatten sich hier niedergelassen.

Marktplatz

Nach 1100 entstand an der Kreuzung von vier wichtigen Heer- und Handels-Straßen unweit des Alten Marktes der neue Markt. Die frühere Marienkirche mit Friedhof und Verkaufsstellen aller Art nahmen einen großen Teil des Platzes ein. Erst zwischen 1504 und 1530 erhielt der Marktplatz etwa die heutige Größe.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 51, Markt, zeigen.



Martha-Brautzsch-Straße

Martha Brautzsch (1907-1946), Widerstands-Kämpferin, Kommunistin, im April 1945 in die Stadt-Leitung Halle der KPD gewählt, auch Mitglied der KPD-Bezirks-Leitung. Martha Brautzsch hatte es in wenigen Monaten nach der Befreiung vom Faschismus geschafft, dass in Städten, Gemeinden und Betrieben rund 400 Frauen-Ausschüsse geschaffen worden waren. Allerdings waren zu dieser Zeit noch nicht alle Nazis hinter Schloss und Riegel. In der Nacht zum 8. März 1946, dem Internationalen Frauentag, wurde die beliebte hallesche Arbeiter-Führerin durch faschistische Banditen ermordet.

Marthastraße

Nach dem Martha-Haus, ehemals christliches Hospiz für Damen und Bildungs-Anstalt für Haus-Angestellte.

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Martinstraße

Nach dem Martinsberg, auf dem die Martinus-Kapelle gestanden hat.

Maschwitzer Straße

Maschwitz, Dorf im Norden von Halle.

Matthias-Claudius-Straße

Matthias Claudius (Pseudonym: Asmus, 1740-1815), Lyriker und Publizist. Herausgeber des „Wandsbecker Boten“. „Der Mond ist aufgegangen“ und andere Lieder von ihm wurden z.B. von Schubert vertont.

Matthias-Grünewald-Straße

Matthias Grünewald (eigentlich Mathis Neithart, später Mathis Gothart, um 1470?-1528), bedeutender Maler der Renaissance. Kardinal Albrecht holte den Maler nach Halle. Grünewald malte ihn als Heiligen Erasmus im Erasmus-Mauritius-Altar für den Dom zu Halle (heute im Besitz der Galerie Alte Pinakothek, München). Angestellt war Grünewald als städtischer „Wasserkunstmacher“. Gegenüber der Neumühle erinnert ein Denkmal von Gerhard Geyer an Grünewald.

Mauerstraße

Die Straße führte hinter der äußersten Stadtmauer entlang, deshalb hieß sie damals „Hinter der Mauer“.

Max-Heder-Straße

Max Heder, hallescher Kommunist, Anti-Faschist, im illegalen anti-faschistischen Widerstands-Kampf der KPD für Sicherheits-Fragen verantwortlich. Max Heder war einer der ersten im behelfsmäßigen KZ Lichtenburg von den Nazis ermordeten Widerstands-Kämpfern.

Max-Lademann-Straße

Max Lademann (1896-1941), hallescher Kommunist. Kommandeur der Roten Armee 1918 (Budjonny-Reiter). Abgeordneter des Preußischen Landtages, Politischer Leiter der KPD-Bezirks-Organisation. 1934 von den Faschisten angeklagt. Umgebracht am 29. März 1941 im KZ Sachsenhausen. (Gedenktafel an seinem Geburtshaus, Stadtgutweg 27)

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Max-Nenke-Straße

Max Nenke (1907-1944), hallescher Kommunist. Seit 1934 mehrfach von den Faschisten eingekerkert.

Max-Planck-Straße

Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Nobelpreis-Träger, Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Max Planck war Mitglied der halleschen Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Maybachstraße

Albert von Maybach (1822-1904), ab 1878 preußischer Minister für öffentliche Arbeiten. Maybach führte u.a. die Verstaatlichung der Privatbahnen durch. Halle verdankt ihm z.B. den Auftrag von 1879 zur großzügigen Umgestaltung der halleschen Bahn-Anlagen mit einem gemeinsamen Bahnhof für alle Linien und der Niveau-Trennung von Gleis und Straße. Im Ergebnis seiner Bemühungen zur Neu-Ordnung des Eisenbahnwesens entstand 1895 die Königliche Eisenbahn-Direktion Halle mit einem Strecken-Netz von 1900 km. Mehr dazu unter ⇒ Eisenbahnen in Halle ⇒ Die Linien.

Meckelstraße

Johann Friedrich Meckel (1781-1833), Mediziner und bedeutender Anatom. Professor an der Universität. Wohnte im Riesenhaus am Großen Berlin. Meckel übernahm und erweiterte das „Anatomische Kabinett“ seines Vaters, P. F. Meckel. Seine Nachfahren führten die Sammlung fort.

Melanchthonstraße

Philipp Melanchthon, eigentlich Schwarzert (1497-1560), Theologe und Pädagoge, Humanist und Reformator. Luthers Freund und Gehilfe.

Mittelstraße

Die Straße in der Mitte zwischen Alter Promenade (Universitätsring) und Barfüßerstraße. Sie trug früher die Bezeichnung Knochenhauer- (Fleischer-) Gasse.

Möckernstraße

Möckern, hier siegte 1813 Blücher über die Franzosen.

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Moritzburgring

Die Moritzburg wurde 1484 - 1503 erbaut. Sie erhielt den Namen des Heiligen Moritz. Ein Teil des Stadtringes führt an der Burg vorbei. An diesem Ort soll nach der Sage vorher das Schwarze Schloss gestanden haben.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 10, Moritzburg, zeigen.



An der Moritzkirche

Die Moritzkirche, 1156 als neue Pfarrkirche der Pfänner gegründet. Später von Augustiner- und Dominikaner-Mönchen genutzt. Der heutige Bau wurde 1388 unter Conrad von Einbeck begonnen.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 73, Moritzkirche, zeigen.



Moritzzwinger

Der ehemalige Stadtgraben zwischen der zweiten und der dritten Stadtmauer. Beginn am Moritztor, Ende am Rannischen Tor. Wurde 1855 zugeschüttet.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 17, Zwinger + Stadtgraben, zeigen.



Moses-Biletzky-Straße

Moses Biletzky, hallescher Kommunist, fiel als Offizier der Internationalen Brigaden in Spanien.

Mühlberg

Mühlgasse

Der Mühlberg führt von der Kleinen Ulrichstraße zur ältesten halleschen Mühle. Die Mühlgasse reicht vom Domplatz bis zur Mühlpforte.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 22, Mühle, zeigen.



Mühlpforte

Hier war im Mittelalter eine der fünf Pforten, welche die Stadt-Befestigung an der Saale durchbrachen. Bis 1875 stand neben der ältesten Mühle die „Alte Wasserkunst“, die die erste Wasserleitung Halles speiste.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 23, Mühlpforte und 21, Wasserkunst, zeigen.



Mühlweg

Die Straße war im Mittelalter ein Feldweg von der Bernburger Straße zur Steinmühle am Mühlgraben.

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