Straßennamen in Halle

Sie können den Namen hier suchen lassen:

 G   wie Glauchaer Platz



Gabelsbergerstraße

Franz Xaver Gabelsberger (1798-1848), Stenograph. Sein stenographisches System wurde eine der Grundlagen der deutschen Einheits-Schrift.

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Am Galgenberg

Am großen Galgenberg stand bis 1798 der Galgen des Amtes Giebichenstein.

Geiststraße

Nach der Kapelle zum Heiligen Geist, die am Nord-Ausgang dieser Straße stand.

Gellertstraße

Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769), Dichter der deutschen Aufklärung. Studierte und lehrte in Mittel-Deutschland.

Genzmerbrücke

Ewald Genzmer, Architekt, Stadtbaurat in Halle (z.B. Wasserturm am Steintor).

Georg-Cantor-Straße

Georg Ferdinand Cantor (1845-1918), Mathematiker. Schöpfer der Mengenlehre. Professor an der halleschen Uni. Mitbegründer der Deutschen Mathematischen Gesellschaft 1890 in Halle. Mehr über Cantor.

Georg-Ernst-Stahl-Straße

Georg Ernst Stahl (1660-1734), Arzt, Physiker und Chemiker. Professor in Halle.

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Georg-Schumann-Platz

Georg Schumann (1886-1945), Funktionär der KPD, Reichstags-Abgeordneter. Chefredakteur der halleschen Zeitung „Klassenkampf“. Von den Nazis hingerichtet.

Georgi-Dimitroff-Straße

Georgi Michailowitsch Dimitroff (1882-1949), bulgarischer Politiker, Mitbegründer der KP Bulgariens, später Generalsekretär der Komintern, bereitete als Angeklagter des Reichstags-Brandprozesses den Faschisten eine schwere Niederlage, Organisator des anti-faschistischen Massen-Kampfes, nach dem Krieg Ministerpräsident Bulgariens.

Gerhard-Geyer-Weg

Gerhard Geyer (1907), Bildhauer. Schuf, besonders für Halle und Umgebung, zahlreiche Denkmale: z.B. Eisengießer, 1954 (Merseburger Str. 127), den sog. Wissenschaftler-Würfel, 1972 (Nietlebener Str.) zur Erinnerung an vier bedeutende hallesche Gelehrte, den Altertums-Wissenschaftler Friedrich August Wolf (1759-1824), G. Cantor, G. E. Stahl und V. Klemperer.

Gerhard-Lichtenfeld-Weg

Gerhard Lichtenfeld (1921-1978), Bildhauer. Professor an der Burg Giebichenstein. Schuf, besonders in Halle und Umgebung, Brunnen (z.B. an der Konzert-Halle) und Denkmale (z.B. 1969 die sog. Fäuste, abgerissen 2003).

Gerhard-Marcks-Straße

Gerhard Marcks (1889-1981), Bildhauer und Grafiker. Wirkte am Bauhaus (Gründer und Leiter der Bauhaus-Töpferei in Dornburg) und an der Burg Giebichenstein (Direktor von 1928 bis 1933). Schuf die Tierplastiken an der Giebichenstein-Brücke, die Luther- und die Melanchthon-Büste für das Hauptgebäude der Uni.

Gerhart-Hauptmann-Straße

Gerhard Hauptmann (1862-1946), Schriftsteller. Weilte 1909 in Halle zu einer Lesung vor Publikum.

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Germarstraße

Ernst Friedrich Germar (1786-1853), Professor der Mineralogie. Oberbergrat in Halle. Auf dem Stadtgottesacker begraben.

Geschwister-Scholl-Straße

Hans Scholl (1918-1943) und Sophie Scholl (1921-1943), Studenten. Anti-faschistische Widerstands-Kämpfer. Hans gründet 1942 die Widerstands-Gruppe Weiße Rose. Bei einer Aktion an der Münchener Uni 1943 wurden beide verhaftet und von den Nazis hingerichtet.

Geseniusstraße

Wilhelm Gesenius (1786-1842), Theologe und Hebraist. Professor in Halle.

Am Gesundbrunnen

Eisenhaltige, dem Heiligen Mauritius geweihte Quelle, die Kranke heilen sollte. Das Wasser der Quelle wurde ursprünglich in Holz-Röhren bis zur Saale geleitet. Dorthin fanden am Donnerstag nach Pfingsten Wall-Fahrten auf Flößen statt. Professor Reil erwarb die Quelle für die Universität. Sie ging später in städtisches Eigentum über.

Gimritzer Damm

Der heutige Spazier-Weg führt durch den Besitz des früheren Stadt-Gutes Gimritz. Der Damm wurde als Hochwasser-Schutz aufgeschüttet. Am Gimritzer Damm fanden nach 1949 Motorrad- und Auto-Rennen statt (Halle-Saale-Schleife).

Glauchaer Platz

Glauchaer Straße

Glauchß (sorbisch): Sumpfland. Die Straße befindet sich in der ehemaligen Amtstadt Glaucha vor den Toren Halles. Glaucha wurde 1817 eingemeindet.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 79, Glaucha, zeigen.



Gleimstraße

Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803), Dichter der Aufklärung. Mitbegründer des jüngeren Halleschen Dichter-Kreises. Museum Gleim-Haus in Halberstadt, wo Gleim starb.

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Goethestraße

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter. Besuchte Halle 1802/03 und 1804, traf sich mit dem Philologen Wolff, dem Komponisten Reichardt, besichtigte die anatomische Sammlung des Mediziners Meckel.
Prolog für Halle, 1811
Was wir bringen, Fortsetzung für Halle, 1814.

Götschestraße

Götsche, der Bach mündet in die Saale.

Götzstraße

Johann Nikolaus Götz (1721-1781), Lyriker. Zusammen mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim und Johann Peter Uz Mitbegründer des jüngeren Halleschen Dichter-Kreises. Zum zweiten Dichter-Kreis mit größerer Ausstrahlung gehörten Jakob Pyra und Samuel Gotthold Lange.

Große Gosenstraße

Kleine Gosenstraße

Johann Christ. Gose (1799-1868) war Gemeinde-Vertreter des damaligen Amtes Giebichenstein. Auf seinem Boden wurden die beiden Straßen angelegt.

Gottesackerstraße

Führt zu dem 1529 angelegten Stadtgottesacker, wo bedeutende Bürger der Stadt begraben wurden.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 60, Stadtgottesacker, zeigen.



Am Weißen Graben

Nach dem Abfluss-Graben, der wegen seines weißen Tons diesen Namen trug.

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Graefestraße

Alfred Graefe (1830-1899), Augenarzt. Hatte seine Klinik am oberen Steinweg.

Graseweg

Geht auf den Grashof, die Befestigung eines Ritter-Geschlechtes, zurück. Dann Friedhof. Erst im 16. Jahrhundert kommt der Name Graseweg auf. Weitere Deutung: Als hier im 12./13. Jahrhundert die Pest ausbrach, wurde dieser Teil der Stadt zugemauert. Nach vielen Jahren fand man die Skelette der Eingemauerten auf einem mit Gras überwachsenen Weg.
Das „Graseweghaus“ gehört zu den schönsten Fachwerk-Bauten der Stadt.



Grellstraße

Albert Grell (1814-1891), Maler. Aquarellierte Halle.

Großbeerenstraße

Großbeeren, Ort bei Zossen in Brandenburg. Der Name soll an die Schlacht gegen Napoleon am 23. 8. 1813 erinnern.

Grenobler Straße

Grenoble, Hauptstadt des südost-französischen Departements Isère. Partnerstadt von Halle.

Großgörschenstraße

Großgörschen, Dorf in der Nähe von Lützen. Der Name soll an die Schlacht gegen Napoleon am 2. 5. 1813 erinnern.

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Guido-Kisch-Straße

Prof. Guido Kisch hat sich durch seine Tätigkeit an der Rechts- und Staats-wissenschaftlichen Fakultät der Uni Halle von 1922 bis 1933 Verdienste erworben. Die Nazis entzogen ihm 1933 die Tätigkeits-Erlaubnis.

Gütchenstraße

Gütchen- oder Grittchen-Grube für einen Teich, entstanden durch einen Steinbruch‚ der an dieser Straße gelegen war. Gütchen oder Gütel sind die jungen Kinder-Seelen im unterirdischen Paradies der Frau Holle. (Hallesche Sage vom Gütchenteich)

Gustav-Anlauf-Straße

Zur Erinnerung an den Arbeiterfunktionär.

Gustav-Bachmann-Straße

Gustav Bachmann, Kommunist, Anti-Faschist, während der Zeit der faschistischen Diktatur eingekerkert im Zuchthaus Roter Ochse.

Gustav-Hertzberg-Straße

Gustav Friedrich Hertzberg (1826-1907), Historiker. Professor an der Uni. Verfasser der dreibändigen „Geschichte der Stadt Halle“. Ehrenbürger Halles.

Gustav-Schmidt-Platz

Gustav Schmidt, Tischler. Sozialdemokrat, „Roter Postillion“. Angeklagt im „Sozialisten-Prozeß“ 1888 in Halle.

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Gustav-Staude-Straße

Gustav Staude, Geheimer Regierungsrat. Ehrenbürger Halles.

Gustav-Weidanz-Weg

Gustav Weidanz (1889-1970), Bildhauer und Keramiker. Schuf z.B. die Turm-Figuren am Ratshof in Halle. Von 1916 bis 1958 Professor an der Burg Giebichenstein.

Am Güterbahnhof

Der Zentral-Güterbahnhof wurde 1890 eröffnet, zusammen mit dem Hauptbahnhof.

Gutjahrstraße

Nach der Gutjahr-Solequelle. Der Name kommt aus dem Wendischen: Guter Ertrag. Der Gutjahr-Brunnen befindet sich in der Nähe, im Hause Oleariusstraße 9.


Objekte mit rotem Schild finden Sie schon auf   Halles erstem Stadtplan.
Lassen Sie sich dort die Nr. 43, Gutjahr-Brunnen, zeigen.



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