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Straßennamen in Halle

Hier finden Sie ausgewählte Straßennamen, die einen Bezug zur Geschichte der Stadt Halle und zu ihrer näheren Umgebung herstellen.

Die meisten Erklärungen dieser Seite stammen aus dem Büchlein HALLE - Straßennamen mit Erläuterungen. (Mehr dazu im ©-Bereich ganz unten.)


Um einen Namen in der Liste zu finden, klicken Sie bitte hier auf seinen Anfangsbuchstaben.
(Straßen mit "Am", "An der", "Zum" usw. suchen Sie bitte unter dem Hauptwort.)

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Zum Beispiel:

  Advokatenweg

Advokat: Rechtsanwalt. Der alte Weg, den die Advokaten zu den Gerichts-Sitzungen im Amt Giebichenstein auf der Unterburg benutzt haben sollen.



Manchmal hat es gleich das ganze Viertel erwischt:

  • Die Straßen an der Vogelweide tragen Namen von Vögeln.
  • In Heide-Nord finden wir Straßen-Namen, die mit dem Fischfang zusammen hängen.
  • Am Stadion gibt es ein ganzes Viertel verschiedener Sport-Arten.
  • In Bruckdorf erinnern ein paar Straßen-Namen an den Bergbau.
  • Am Böllberger Weg sind die Straßen nach Orten im südlichen Saalkreis benannt.
  • Im Wohn-Gebiet Silberhöhe entdecken wir Straßen-Namen nach Orten in Sachsen-Anhalt, alten Münz-Bezeichnungen und verschiedenen Persönlichkeiten.

In Neustadt, wo fast alle Straßen Block-Nummern trugen, erfolgte die Benennung Anfang der 90er Jahre:

  1. Die Straßen im I. Wohn-Komplex Am Taubenbrunnen erhielten die Namen von Städten in Sachsen-Anhalt.
  2. Im II. WK Am Treff tragen die Straßen die Namen von Malern und Bildhauern.
  3. Pflanzen-Namen bekamen die Straßen im III. WK Am Tulpenbrunnen.
  4. Im IV. WK Am Bruchsee sind Wissenschaftler die Namens-Geber.
  5. Im Norden des V. WK An der Eselsmühle sind die Straßen nach ausländischen, in seinem Süden Am kleinen Teich nach deutschen Schriftstellern benannt.
  6. Die Straßen im VI. WK An der Pfännerklause erhielten Städte-Namen des Bundeslandes Niedersachsen.
  7. Namen verschiedener Pferde-Rassen bekamen die Straßen im VII. WK An der Rennbahn.
  8. Das VIII. WK Am Gimritzer Damm erhielt Fluss-Namen für seine Straßen.
  9. Die Straßen im Wohn-Gebiet Am Südpark wurden nach Musikern benannt.




Halle - die Ortsteile

Hier finden Sie Bemerkungen zu den 1950 eingemeindeten Orten.

 Ammendorf 
 Beesen
 Böllberg
 Bruckdorf
 Büschdorf
 Burg
 Diemitz
 Dölau
 Kanena
 Lettin
 Mötzlich
 Nietleben
 Osendorf
 Passendorf
 Planena
 Radewell
 Reideburg
 Seeben
 Tornau
 Wörmlitz





 Ammendorf

Der Kern des alten Dorfes zieht sich an der Elster entlang, wo sich auch die Burganlage befand, die im frühen 14. Jahrhundert in den Besitz der Stadt Halle gelangte. Auch das spätere Rittergut gehörte ab 1593 zu ihrem umfangreichen Grundbesitz in dieser Gegend. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich das Gesicht des Ortes sehr rasch, indem sich in seiner Flur, begünstigt durch reiche Braunkohlen-Vorkommen, zahlreiche Industrie-Betriebe ansiedelten, u. a. der heutige Waggonbau. Die größte Gemeinde des Saalkreises erhielt 1937 das Stadtrecht, wurde 1950 dann in die Großstadt Halle eingemeindet. Mittelpunkt Ammendorfs ist der Florian-Geyer-Platz mit dem ehemaligen Rathaus, an dem die verkehrsreiche Straße in Richtung Merseburg vorbeiführt. mehr dazu ...

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 Beesen

Das alte Dorf Beesen an der Elster, 1920 nach Ammendorf eingemeindet und heute Bestandteil Halles, dessen Platten-Bebauung von der Silberhöhe her sich bis an den alten Ortskern vorgeschoben hat, war ursprünglich eine alte Fischer-Siedlung. Auf einem Sporn über dem Flussufer erhebt sich das Rittergut Beesen mit Bauten des 16. Jahrhunderts. Im Ort die Dorfkirche mit ihrer charakteristischen Haube aus dem 18. Jahrhundert. In der Elsteraue befindet sich das alte, 1867 errichtete Wasserwerk der Stadt Halle, einst alleiniger Versorger der nahen Großstadt. Am schönsten Aussichtspunkt, am Hochufer an der Alten Heerstraße, liegt die Bräuhan-Schenke, ein altes Ausflugslokal, später Kindergarten. Der Weg über die alte Elsterbrücke unterhalb der Schenke führt in die Elsteraue bis Planena. mehr dazu ...

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 Böllberg

Das Dorf gegenüber der Rabeninsel wurde urkundlich schon 1012 erwähnt. Die kleine Kapelle St. Nikolaus steht heute am Rande der wichtigen Verkehrsstraße in Richtung Beesen-Silberhöhe und wurde in den 80er Jahren umfassend restauriert. Der Ortskern ist heute von den Platten-Wohnhäusern der Südstadt umgeben, besitzt jedoch noch viele romantische Winkel, durch die man hindurch streifen kann, ehe man über die moderne Brücke zur Rabeninsel wandert. Die Böllberger Mühle ist schon 1291 bezeugt. Ihre Ruine überragt das Dorf.

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 Bruckdorf

Der kleine Ort lag an der Leipziger Landstraße, in einer sehr sumpfigen, wasserreichen Landschaft, so dass man es häufig das „Bruchdorf“ nannte. Die reichen Braunkohlen-Lager im Osten Halles ließen Bruckdorf im 19. Jahrhundert zur Industrie-Gemeinde heranwachsen. Die jetzt begrünten Halden am Ortsrand bezeugen das Vorhandensein von großen Gruben, während später die Ziegelei-Industrie vorherrschte. mehr dazu ...

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 Büschdorf

Büschdorf liegt als geschlossener Siedlungs-Komplex südlich der wichtigen alten Handels-Straße nach Kursachsen (heute Delitzscher Straße) noch vor dem Reidebach, der hier das Landschaftsbild als fruchtbare Niederung bestimmt. Von jeher galt der Ort als Gemüsedorf, das die Großstädte Halle und Leipzig versorgte. Die Kirche St. Nikolaus liegt auf einer leichten Anhöhe und war seit der Reformation Filiale von Reideburg. mehr dazu ...

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 Burg

An der äußersten Südgrenze des Stadtkreises Halle liegt die kleine Siedlung Burg in der Aue. Man erreicht den abgeschieden liegenden Ortsteil über eine Straße, die nicht weit von der Radeweller Kirche altes Überschwemmungs-Gebiet der Elster überbrücken muß. Der Ortsname weist darauf hin, daß hier eine große Burganlage mit hohen Wällen lag, die schon in slawischer Zeit nachgewiesen ist.

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 Diemitz

Der Ort liegt im Osten des halleschen Stadtgebietes und ist über die Berliner Brücke zu erreichen. Er gehört zu den alten Gemüsedörfern um Halle, wo besonders Gurken und Kümmel angebaut wurden. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Diemitz zur Industrie-Gemeinde, die Standort für viele Betriebe, Werkstätten und andere technische Anlagen, z. B. für die Eisenbahn, wurde, die noch heute das Ortsbild prägen.

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 Dölau

Die Heide-Gemeinde Dölau mit ihrer alten Kirche St. Nikolaus und Antonius blieb trotz zeitweiligen Bergbaus (seit 1736) eine kleine Ortschaft. Erst als die Dölauer Heide im 19. Jahrhundert Ausflugsziel der Hallenser wurde und 1896 die Hettstedter Bahn den Ort berührte, wuchs eine Villenkolonie „Neu-Dölau“ heran. Auf der Holzbreite entstand Anfang des Zweiten Weltkrieges ein großer Lazarett-Komplex, der heute Zentrum des Krankenhauses Dölau ist. mehr dazu ...

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 Kanena

Die alte Sorben-Siedlung im Osten des Stadtgebietes liegt im Sumpf- und Auengelände des Reidebachs. Das große Rittergut war seit 1731 im Besitz der Franckeschen Stiftungen, die es erst 1909 verkauften. Die alte Kirche St. Stephanus bildet das historische Wahrzeichen Kanenas. Die Schulsternwarte „Johannes Kepler“ wurde im September 1962 eröffnet. In unmittelbarer Nähe des Ortes liegt der Hufeisensee, der für Wassersport und Naherholung genutzt wird. mehr dazu ...

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 Lettin

Der Ort liegt nördlich der Dölauer Heide an einem Saalebogen und gehört zu den ältesten Dörfern der halleschen Umgebung. Auf hohem Purphyr-Felsen über dem Fluss lag einst die Burg, dann die Domäne, deren Komplex bis in die 90er Jahre als Lehr- und Versuchsgut zur Universität gehörte. Das Lettiner Porzellanwerk am Schiepziger Weg wurde 1859 gegründet. Hier stellte man vor allem Kaffee-Service und Gedecke her. In der reizvollen Landschaft mit ihrem Schutzgebiet (Lunzberge) wurde das Platten-Wohngebiet Heide-Nord gebaut.

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 Mötzlich

Das alte slawische Dorf liegt am nordöstlichen Stadtrand und ist heute ein reiner Wohnort. Nach der Stillegung des nahen Bergbaus (Gruben „Frohe Zukunft“ und Grube „Carl Ernst“) füllten sich Bruchlöcher längs des Posthornweges zu einer „Seenplatte“, die zum Vogel-Paradies wurde und zu Spaziergängen einlädt. mehr dazu ...

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 Nietleben

Das westlich Halles gelegene Nietleben am Rande der Heide war ein altes Bauern- und Kolonistendorf, ehe die Industrie, vor allem der Bergbau und die Zement-Produktion, sich hier ansiedelten. Trotzdem entwickelte sich am Waldrand eine Gartenstadt mit freundlichen Siedlungs-Häusern und Villen. Etwas abseits vom Ort finden wir den Granauer Friedhof mit seiner Kirchen-Ruine, Zeugnisse eines untergegangenen Dorfes. Hier liegen der radikale Aufklärer Dr. Bahrdt und die halleschen Heimatforscher Schultze-Galléra und Professor Dr. Erich Neuß. Im Oedland alten Bergbau-Geländes am Rande der Heide breitet sich ein See aus, der in den 50er Jahren zum Volksbad Heide eingerichtet wurde. mehr dazu ...

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 Osendorf

Im Mittelalter führte durch Osendorf eine der wichtigsten halleschen Salzstraßen, die nach Kursachsen und über Zeitz, Gera bis nach Nürnberg und Regensburg weiterführte. Das Zoll- und Geleitshaus an der alten erzstiftischen Territorial-Grenze, heute Stadtkreisgrenze, steht noch heute und erinnert als „Dreierhaus“ an seine frühere Funktion. Als 1920 Osendorf nach Ammendorf eingemeindet wurde, war es schon ein Industrieort, dessen Profil Ziegeleien und Braunkohlen-Gruben prägten. mehr dazu ...

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 Passendorf

Die Gemarkung des ehemaligen kursächsischen Grenzdorfes und beliebten Ausflugszieles der halleschen Studenten war nahezu völlig zum Ortsteil Neustadt gekommen, auf dem sich die Platten-Blocks erheben. Das Gutshaus, später Klubhaus, steht heute zum Verkauf, während der Passendorfer Busch und der Kirchteich der Naherholung dienen. mehr dazu ...

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 Planena

Der kleine slawische Rundling liegt abgeschieden in der Elsteraue südwestlich Ammendorfs. Auf den großen Wiesenflächen um Planena wurden 1868 die Wasser-Reservoirs für Halle angelegt, was eine Still-Legung zahlreicher Ziegelgruben erforderte. Die ständige Gefahr der Überschwemmung wurde durch die Errichtung eines neuen Wehrs an der alten Schleusen-Anlage (1817/22) in den 80er Jahren weitestgehend gebannt. mehr dazu ...

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 Radewell

Der Ort wird 973 erstmals urkundlich als „Rodibile“ erwähnt und gehörte damals zu den bedeutendsten Siedlungen um Halle. Auch die alte Wehrkirche St. Wenzel, 1964 renoviert, bezeugt das hohe Alter Radewells, in dem das hallesehe Kloster St. Moritz umfangreichen Landbesitz hatte. Im Mittelalter Durchgangsort für die Salzstraße in Richtung Süden, wurde der bäuerliche Charakter Radewells erst im 19. Jahrhundert verändert. Der größte Betrieb war die Papierfabrik, die 1945 stillgelegt wurde. Auf diesem Gelände befindet sich heute die Metall-Aufbereitung.

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 Reideburg

Reideburg ist aus sechs ehemalig selbständigen Dörfern zusammen gewachsen, die sich längs des Reide-Bachs hinziehen und alle zu den Küchendörfern Halles gehörten. Die Grenze mit Kursachsen ging einst mitten durch die Gaststube des „Goldenen Löwen“ in Reideburg. Die im Gelände deutlich erkennbare Wallanlage der alten Burg, unweit der Kirche St. Gertrud, erinnert daran, dass dieses Gebiet als Vorfeld der Stadt Halle strategisch wichtig und im Mittelalter oft heftig umkämpft war. Die Einwohner des Ortes waren vorwiegend Gärtner oder Gemüse-Bauern. Das alte Gutshaus Sagisdorf mit seinem schönen Park an der Reide diente seit Juni 1962 als Rehabilitations-Stätte der Uni-Orthopädie-Klinik, die sich seit 1966 durch die Abhaltung der Reidepark-Spiele, ein Sportfest für Behinderte, einen Namen machte. mehr dazu ...

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 Seeben

Das typische Sackgassen-Dorf, urkundlich erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt, gehört seit 1950 zu Halle. Das stattliche Herrenhaus erinnert an das große Rittergut, das die Landwirtschaft Seeben beherrschte. Hier erstreckt sich auch der Seebener Busch, ein Waldstück, das früher gern von den Hallensern besucht wurde. Auf der Höhe über dem Dorf, an der Straße von Halle nach dem Petersberg, steht der „Franzosen-Stein“ zwischen mächtigen Kastanien. Der Porphyr-Block erinnert an das Gefecht zwischen Preußen und Franzosen am 2. Mai 1813, weil an dieser Stelle ein Gefallener seine letzte Ruhestätte fand.

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 Tornau

Am nördlichen Stadtrand Halles liegt das Dorf Tornau, das man von der Tram-Haltestelle Frohe Zukunft zu Fuß erreichen kann. Von jeher dominierte hier die Landwirtschaft, besonders der Gemüse-Anbau. Nach 1945 entstand das Lehr- und Versuchsgut der Universität Halle. Im Jahre 1954 wurde die LPG „Frohe Zukunft“ gegründet.

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 Wörmlitz

Der Ort liegt in der weitgestreckten Niederung der Saaleaue und war ursprünglich eine slawische Fischer-Siedlung. Guter Ackerbau und umfangreiche Viehzucht brachten dem Dorf Wohlstand und führten zu stattlichen Bauern-Gütern, deren Anlagen noch heute das Dorfbild bestimmen. Die alte romanische Wehrkirche St. Peter fiel im Dezember 1967 einem Brand zum Opfer, so dass der Pfarrhof zum Gemeinde-Zentrum gestaltet wurde. Neben Siedlungs-Häusern neueren Datums wird das alte Wörmlitz auch von dem Plattenbau-Gebiet Süd II tangiert. mehr dazu ...

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Info Name der Seite: HalleSaale.info / VorHalle / Straßen-Name



© Karin Röntsch: "Halle - Straßennamen mit Erläuterungen", Halle 1994
(ISBN 3-930585-00-6).

Die Ortsteile der Stadt Halle und Thälmannplatz - nach: Dr. Werner Piechocki "Stadtführer Halle (Saale)", Halle 1985.
Die Karte: H. Hubrich.

Das Script zum Durchsuchen wurde programmiert von Michael Ohnesorg, http://www.webaid.de/js  

(Die neueren Netscapebrowser führen es nicht aus.)

Abb. rotes Cabrio: Gelbe Seiten

Das Gedicht "Die Trichter" aus Chr. Morgenstern, Alle Galgenlieder, © 1981 Gustav Kiepenheuer Verlag Leipzig und Weimar.