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Hall in Sachsen - Lag Halle jemals in Sachsen?

Auf vielen alten Ansichten finden wir die Aufschrift "Hall in Sachsen".


Die Entstehung der bis Ende des 17. Jh. allgemein üblichen Ortsbezeichnung „Hall in Sachsen“ fällt in die Regierungszeit von Kaiser Maximilian I. (1493 - 1519).

Unter Rückgriff auf überlieferte Stammes- und Landschafts-Bezeichnungen beschlossen die Stände auf dem Reichstag zu Augsburg im Jahre 1500, die Kreise Bayern, Franken, Schwaben, Oberrhein, Westphalen-Niederrhein und Sachsen voneinander abzugrenzen. Halle gehörte mit dem Erzbistum Magdeburg zum sächsischen Kreis.

Auf dem Reichstag zu Köln 1512 wurden auch die kurfürstlichen Territorien sowie die kaiserlichen Erblande in die Kreiseinteilung einbezogen und zusätzlich die Kreise Österreich, Burgund, Kurrhein und Obersachsen gebildet. Zur besseren Unterscheidung erhielt der sächsische Kreis die Bezeichnung Niedersachsen.

Im Alltag blieb der Name Sachsen bis Ende des 16. Jh. für das Gebiet zwischen Elbe/Saale und Weser in Gebrauch, während die heute so bezeichnete Landschaft noch lange Zeit als die meißnischen- oder wettinischen Lande bekannt waren. Erst im Laufe der Jahrhunderte übertrug sich der Begriff Sachsen als dynastischer Titel vom heutigen Niedersachsen auf das Gebiet zwischen Thüringen und Lausitz.
Stadtsiegel

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Text aus: Erik Neumann (Stadtmuseum Halle), "Hall in Sachsen", 1991
Abb.: Ältestes Stadtsiegel Halles - Umschrift: Sigillum burgensium
(Anfang 13. Jh.)