Zurück zur Übersicht


 Von Not und Pest zur Stadt des Wissens

Seit 1608 residierte Administrator Christian Wilhelm auf der Moritzburg, Repräsentant einer höfischen Kultur früh-barocken Stils, die durch den Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges ein jähes Ende fand. Man schrieb den November 1625, als das kaiserliche Heer plündernd und sengend in den Saalkreis einfiel und Halle besetzte. Mit dieser Eroberung begann der Leidensweg der Stadt, ein Objekt der Diplomatie und der Militärs, ewig durchzogen, von Ruhr und Pest heimgesucht und am Ende der notvollen Epoche hoffnungslos darnieder liegend. Im Jahre 1680, nach dem Tode Augusts, fiel das alte Erzbistum, gemäß den Bestimmungen des Friedens-Vertrages, an das aufstrebende Kurfürstentum Brandenburg. Halle, im äußersten Grenz-Bereich gelegen, wurde auf allen Gebieten besonders gefördert. Andererseits erlebte es seine völlige Einordnung in den neuen Staat absolutistischen Gepräges. Durch den Anschluss konnte sich in der Folge schon bald die merkantilistische Wirtschafts-Politik Brandenburgs auswirken, so dass sich nach der kriegs-bedingten Stagnation ein Aufschwung schnell bemerkbar machte. Für eine wesentliche Belebung der Produktion sorgten die Manufakturen der eingewanderten Pfälzer und Hugenotten, die neue Gewerbe in der Stadt ansiedelten und bessere Maschinen und rationellere Techniken einsetzen konnten. Doch noch immer blieb die Saline wirtschaftlich der wichtigste Betrieb, obwohl der Kurfürst vor dem Schiefer-Tor einen eigenen staatlichen Betrieb, die königliche Saline, errichtete, deren Gewinne ausschließlich in seine Kassen flossen. Der Kurstaat Brandenburg fasste nach der Eingliederung seiner neuen territorialen Erwerbung bald den Plan, für diesen Landesteil eine neue Hochschule zu gründen. Die in jener Zeit charakteristische Entwicklung zum absolutistischen Staat nach französischem Vorbild forderte eine bedeutende Anzahl gut ausgebildeter Beamter, Pfarrer, Lehrer, Ärzte und Juristen, die in Halle eben noch fehlten. Der energische Gelehrte Christian Thomasius, 1690 aus Leipzig vertrieben und Berlin als Asyl wählend, wurde von der kurbrandenburgischen Regierung beauftragt, in Halle Vorlesungen zu halten und die Ritter-Akademie in eine Hochschule umzuwandeln. Schon nach kurzer Zeit besuchten so viele Studenten seine Vorlesungen, dass Thomasius den Rat der Stadt bitten musste, ihm den großen Saal auf der städtischen Wage zu überlassen. Aufklärung und Pietismus, in ihren Frühstadien sich gegenseitig befruchtend, fanden in Halle ihr wissenschaftliches Zentrum von europäischer Ausstrahlungskraft. Die bedeutendsten Gelehrten in allen vier Fakultäten bildeten mit ihren gegensätzlichen Lehrmeinungen Schulen, die die alma mater halensis bald zu der meist besuchten Universität Deutschlands werden ließen. In außerordentlich glanzvoller Weise wurde die neue hallesche Hochschule in Gegenwart des Kurfürsten Friedrich III. am 12. Juli 1694 offiziell eröffnet. Das zweite Zentrum des geistigen Lebens in Halle bildeten die Stiftungen von August Hermann Francke. Dieser als Pietist von der protestantischen Orthodoxie heftig angefehdete Theologe kam Anfang 1692 nach Halle, um die Pfarrei St. Georg in Glaucha sowie eine Professur an der Universität zu übernehmen. Aus unmittelbarer Anschauung der sozialen Not und des allgemeinen Elends in seiner Gemeinde entstand bei ihm der Plan, ein Waisenhaus und andere Erziehungs-Anstalten einzurichten. Um diese sozialen Anstalten in ihrem Bestand zu sichern und die umfassenden und Jahr für Jahr neu auszuführenden Bauten finanziell zu ermöglichen, war Francke von Anfang an gezwungen, einen großen Wirtschafts-Betrieb zu unterhalten. Reiche finanzielle Gewinne warfen vor allem die Medikamenten-Expedition, die Apotheke, die Druckerei und die Buchhandlung ab. - Am 8. Juni 1727 starb Francke tief betrauert in Halle. Er hinterließ ein Werk, in dem ingesamt 2300 Zöglinge an dem Pädagogium, der Latein-Schule, dem Waisenhaus und den deutschen Schulen erzogen wurden.

Zurück zur Übersicht




 Hort des Hungers und Herberge der Romantik

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlebte Halle auf allen Gebieten seines ökonomischen und geistigen Lebens einen Niedergang, der besonders durch die schrecklichen Ereignisse des Siebenjährigen Krieges verursacht wurde. Die allgemeine Stagnation zeigte sich u. a. auch an den Einwohner-Zahlen; wenn Halle vor 1750 mit 14000 Menschen als "gar fürnehme Stadt" galt, so zählte es 1782 erst 15000 und 1792 etwa 16000 Bewohner. Die trostlosen wirtschaftlichen Verhältnisse brachten große Armut mit sich, derer die Stadt trotz einer 1785 durchgeführten Revision des Armenwesens nicht Herr werden konnte. Aus Verzweiflung über die durch eine Miss-Ernte und Getreide-Wucher enorm gestiegenen Brot-Preise kam es im Sommer 1805 zu einem Hunger-Aufstand, der mit Militär nieder geschlagen werden musste. Nahezu unberührt von dieser sozialen Not, der Arbeitslosigkeit, von Krankheiten, Überschwemmungen und anderen Katastrophen erlebte das Bürgertum der Stadt im engen Kontakt mit den Professoren der Universität eine glanzvolle Phase seines gesellschaftlichen Lebens. Es gab genügend Häuser, wo literarische Lesungen, Hausmusiken und gelehrte Dispute geschätzt wurden, das Wucherersche, Kefersteinsche, Niemeyersche, Jakobsche oder Reilsche. So lebhaft es aber auch hier in der Stadt zuging, an Weltoffenheit und Geselligkeit war das Reichardtsche Haus in Giebichenstein nicht zu übertreffen. Die hallesche Universität blühte im letzten Dezennium des 18. Jahrhunderts erneut auf. Ihr Lehrkörper wurde durch eine Reibe berühmter Gelehrter ergänzt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die alma mater um 1800 zu der meist besuchten aller deutschen Hochschulen gehörte. Die Zahl der Studenten erhöhte sich von 753 im Jahre 1800 auf 1200 im Jahre 1806.

Zurück zur Übersicht




 Napoleon und die Patrioten

Der Einfall Napoleons in Preußen, die Katastrophe nach der Schlacht von Jena und Auerstädt im Oktober 1806, die den Zusammenbruch dieses morschen Feudal-Staates verursachten, zerstörten jäh diese romantische Idylle. Halle war die erste preußische Stadt, die die Franzosen im Sturm nahmen und plünderten. Den schwersten Schlag bedeutete für Halle jedoch, dass Napoleon wegen der patriotischen Einstellung der Studenten und Professoren sofort die Aufhebung der Universität verfügte, als er in Halle einzog und im "Riesenhaus" am Großen Berlin abstieg. Zwar konnte die Universität 1808, Halle gehörte schon zum Königreich Westphalen, wieder eröffnet werden, doch die Verluste durch Abwanderungen an andere Hochschulen waren nicht auszugleichen. Das Jahr 1813 brachte die Wende im Kampf gegen Napoleon. Halle erlebte schon bald schwere Kämpfe, wobei die Stadt besonders in den letzten Apriltagen verlustreiche Gefechte zu überstehen hatte und heftig beschossen wurde. Nach der Schlacht bei Leipzig mussten Schulen, Kirchen und andere Gebäude als Lazarette eingerichtet werden, in denen trotz aufopferungsvoller Pflege Tausende von tapferen Soldaten, namentlich Preußen und Russen, starben. Ohne Zweifel hat die Generation der Befreiungskriege die folgende Epoche ohne Schlacht-Lärm dankbar erlebt. Sie zeigte sich jedoch nicht bereit, ihre politischen Hoffnungen, die sie an den Sieg über Napoleon knüpften und die sie dann von Jahr zu Jahr durch den an die "Heilige Allianz" gebundenen Staat in weitere Ferne gerückt sahen, kampflos preiszugeben. Die Tilgung der enormen Kriegs-Schulden, die sozialen Ausgaben für die Armen, überhaupt die krisenhafte Situation in Industrie, Handel und Verkehr stellten den Magistrat vor kaum zu lösende Aufgaben. Zwar wurde in dieser Zeit die alte Stadt-Befestigung zu großen Teilen niedergelegt, die eigentlichen Bauleistungen bewegten sich jedoch in bescheidenem Rahmen. Lange Jahre vergingen, ehe die "Alte Promenade" (heute Universitätsring) und die "Neue Promenade" (Strecke zwischen Leipziger Turm und Franckeplatz) als innerstädtische Spazierwege angelegt wurden. Nur zögernd öffnete sich das gesellschaftliche Leben in Halle in dieser Zeit demokratischen Bestrebungen. Das Stadtverordneten-Kollegium führte ab Oktober 1847 seine Sitzungen öffentlich durch und ließ die Protokolle im "Hallischen patriotischen Wochenblatt" publizieren. Doch die Sturmboten der Revolution hatten sich schon vorher angekündigt. Im April 1847 war es zu Unruhen gekommen, zu einem Protest gegen schwere soziale Miss-Stände, Preis-Wucher und Hungers-Not. Die Revolution erlebte am 6. März 1848 im "Kühlen Brunnen" mit einer großen Versammlung ihren Auftakt. Bedeutsam war, dass neben den bürgerlichen politischen Gruppen (Volksverein, Konstitutioneller Klub, Preußenverein) auch die hallesche Arbeiterschaft erstmals einen organisatorischen Zusammenschluss erreichte. Am 18. Oktober gründete eine Reihe demokratischer Einwohner den halleschen Arbeiterverein, der bald 150 Mitglieder zählte, jedoch später von den Behörden wieder aufgelöst wurde. Um die Wende der Jahre 1848/49 erstickte auch in der Saalestadt der revolutionäre Funke. Auf allen Gebieten machte sich in der folgenden Epoche im Leben Halles die Restauration bemerkbar. An der Universität und den Franckeschen Stiftungen gaben streng konservative Lehrkräfte den Ton an. Ein königlicher Polizei-Direktor überwachte ab 1853 mit seinem Beamten-Apparat "kostenpflichtig" die politischen und kommunalen Bestrebungen der Bürgerschaft. Die neue Städte-Ordnung des gleichen Jahres führte neben wesentlichen Einschränkungen im Selbst-Verwaltungsrecht das demokratischen Grundsätzen zutiefst widersprechende Dreiklassen-Wahlrecht ein.

Zurück zur Übersicht




 Kapital und Arbeit

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts steht nach diesen politischen Fehl-Entwicklungen ganz im Zeichen eines ungemein raschen Aufbaus der kapitalistischen Industrie. Halle, seit 1840 auch Knotenpunkt des vielfältig wachsenden mitteldeutschen Eisenbahn-Netzes, wurde von diesem wirtschaftlichen Prozess stark berührt. Die rasche expansive Industrialisierung Halles verursachte einen ungeheuren Zustrom arbeitsuchender Menschen aus ländlichen Gebieten. 1831 zählte die Stadt 25000 Einwohner, vierzig Jahre später sind es mehr als doppelt soviel (52000), und schließlich wurde 1890 die Hunderttausend-Grenze überschritten. Das sprunghafte Ansteigen der Bevölkerungs-Zahl rief naturgemäß auch tiefgreifende Veränderungen im Stadt-Bild hervor. In den sechziger Jahren bebaute man die Lehmbreite (Gegend um den Georg-Schumann-Platz). Nach 1870 entstand längs der Mersehurger Straße das Wohnviertel für die in den anliegenden Fabriken arbeitenden Menschen. Gleichzeitig dehnte sich die Stadt nach Osten über die Eisenbahn-Anlagen aus. Deutlich zeigen sich hier durch das kapitalistische Wirtschafts-Gefüge bedingte Sozial-Strukturen. Im Südosten und Osten herrschten die Mietskaserne und das Wohnhaus der Arbeiter-Familie in unmittelbarer Nähe der Fabriken und anderer Gewerbe-Anlagen vor, während im Norden längs der Saale das Villen-Viertel des wohlhabenden Bürgertums entstand. Die Altstadt dagegen verwandelte sich in eine Geschäfts-City, in der Bank-Gebäude und Geschäfts-Häuser viele wertvolle Bauten vergangener Kunst-Epochen verdrängten. In welch schnellem Tempo sich diese Stadt-Erweiterung vollzog, verdeutlichen einige Zahlen: von 4128 Wohn-Häusern, die es 1890 in Halle gab, wurden zwischen 1880 und 1890 allein 786 gebaut. Am 19. April 1868 entstand in Halle in dem historischen Gebäude "Kühler Brunnen" die erste Orts-Gruppe des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Im Jahr 1871 wurde schließlich die politische Arbeit der "Eisenacher", der von August Bebel und Wilhelm Liebknecht geführten SDAP, in Halle spürbar. Beide Gruppen vereinigten sich dann 1875 in Gotha. Ein rascher Aufschwung der halleschen Arbeiter-Bewegung nach der Vereinigung lässt sich an den Wahl-Ergebnissen feststellen. Nach dem Fall des Bismarckschen Ausnahme-Gesetzes ging die hallesche Partei-Organisation gestärkt aus diesem Kampf hervor. Bereits am 19. April 1889 konstituierte sich der "Verein zur Erzielung volkstümlicher Wahlen", dem im November 1891 dann der "Sozialdemokratische Verein für Halle und den Saalkreis" folgte. Die Reichstags-Wahlen 1890 brachten der Organisation einen großen Erfolg. Der SPD-Kandidat Fritz Kunert siegte in der Stichwahl mit 15109 Stimmen und zog als Vertreter des halleschen Wahlkreises in den Reichstag ein. Im gleichen Jahr fand in Halle ein zentrales Ereignis statt, nämlich der erste Parteitag der SPD nach dem Fall des Sozialisten-Gesetzes.

Zurück zur Übersicht




 Das rote Halle und der braune Sumpf

MünzeDie hallesche Partei-Organisation erlebte in der Zeit vor dem ersten imperialistischen Weltkrieg einen großen Wachstums-Prozess. Was sie zu leisten im Stande war, demonstriert der Bau des "Volksparkes" in der Burgstraße. Am 13. Juli 1907 konnte diese Heimstätte der Arbeiterklasse feierlich eröffnet werden. Wie konsequent ein Teil der halleschen Genossen den revolutionären Kurs der Linken unterstützte, zeigte die Protest-Aktion gegen den drohenden Ausbruch des Krieges Ende Juli 1914. Am 7. November 1918 erlebte Halle mit der Entwaffnung der Offiziere der Flieger-Ersatz-Abteilung 14 den Auftakt der Revolution. Am 8. November wählten die Flieger einen Soldaten-Rat, während sich gleichzeitig aus Vertrauens-Leuten hallescher Groß-Betriebe ein Arbeiter-Rat bildete. Beide Revolutions-Organe riefen die Arbeiter der Stadt zu einem Demonstrations-Streik vom 9. bis zum 11. November auf. In Halle entstand bereits am 7. Januar 1919 eine KPD-Ortsgruppe, die bald aktiv in die schweren Kämpfe gegen die sich etablierende Reaktion eingriff. Schon im Februar 1921 erhielt die KPD bei den Landtagswahlen im Bezirk Halle-Merseburg eine große Mehrheit, und es fehlte seit diesem Ereignis nicht an Provokationen gegen den fortschrittlichen Teil der Arbeiter-Klasse. Erinnert sei nur an den berüchtigten "Deutschen Tag" vom 11. Mai 1924 oder an die blutigen Ereignisse im "Volkspark" während einer Kundgebung mit Ernst Thälmann am 13. März 1925, bei der 10 Todesopfer zu beklagen waren. Die Großstadt Halle (1900: 129510 Einwohner, 1920: 191603 und schließlich 1920: 203034) wurde damals das "Rote Herz Mittel-Deutschlands" genannt. Die KPD entwickelte sich zur stärksten Partei in diesem Industrie-Gebiet, das unter anhaltenden Wirtschafts-Krisen, Arbeitslosigkeit und sozialer Not zu leiden hatte. Doch trotz allem entschlossenen Kampfes-Willen der Kommunisten, trotz ihrer Warnungen brach über Deutschland die faschistische Nacht herein und brachte Millionen Menschen Not und Verfolgung, Elend und Tod. Systematisch bereiteten die Nazis einen imperialistischen Eroberungs-Krieg vor, der am 1. September 1939 begann und dessen Folgen auch die Hallenser in ungeahntem Maße haben ertragen müssen. Zählt Halle auch zu den am wenigsten zerstörten Großstädten, so richtete dieser blutigste aller Kriege der Geschichte auch hier im letzten Kriegsjahr noch schwere Sach-Schäden an. Das Bahnhofs-Viertel mit seinen Hotels, Fabrik-Anlagen und Wohn-Quartieren wurde besonders stark zerstört, ebenso das Siedlungs-Gebiet "Frohe Zukunft" im Norden Halles, wo Rüstungs-Betriebe lagen, und die engere Altstadt, in die Bomben ebenfalls empfindliche Lücken schlugen. Insgesamt zählte man 13000 Wohnungen, die beschädigt oder zerstört waren. Der Rote Turm auf dem Marktplatz fiel noch am 16. April 1945 den sinnlosen Verteidigungs-Kämpfen zum Opfer. Die Markt-Kirche erlitt durch einen Blindgänger, der einen der hochragenden Strebepfeiler zerschlug, schwere Beschädigungen; ebenso die wundervolle Anlage des Stadtgottesackers. Das erste Universitäts-Gebäude, die Wage, der giebelreiche Bau des alten Rathauses, das sogenannte "Parabelbaus" in der Brüderstraße, das Wohnhaus des Musik-Direktors Türk in der Großen Steinstraße, das Stadt-Theater, das d'Altonsche Haus in der Schimmelstraße sowie Schulen und andere Gebäude der Franckeschen Stiftungen - sie alle sanken in Schutt und Asche. Nur noch Trümmer, Reste von Beton, Eisen und Holz, bildeten die vielen Saale-Brücken, darunter die künstlerisch so ausgewogene Giebichensteiner, von verbrecherischen Händen am 14. April 1945 in die Luft gesprengt. Wenige Tage später besetzten amerikanische Verbände die Stadt vom Norden her, wobei antifaschistische Widerstands-Gruppen durch die Aktion "Weiße Fahnen heraus!", die von den Hallensern befolgt wurde, eine vernichtende Bombardierung verhindern konnten.

Zurück zur Übersicht




 Halle - die erste Hauptstadt Sachsen-Anhalts

Entsprechend den Beschlüssen des Alliierten Kontrollrates vollzog sich am 1. Juli 1945 ein Besatzungs-Wechsel, wodurch auch die Stadt Halle in die sowjetische Besatzungs-Zone eingegliedert wurde. Damit gehört die Stadt ab 1949 zur Deutschen Demokratischen Republik (und ab 1990 zum Beitritts-Gebiet). Ab 1948 war die Stadt Halle Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt, von 1952 bis 1990 Hauptstadt des Bezirkes Halle.

Zurück zur Übersicht

 

   

 

Info Name der Seite: HalleSaale.info / VorHalle / Stadt-Geschichte 2. Seite