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Im Hinterhof - der Ankerhof

Erinnern Sie sich, wieviel Lob die Fa. Honda-Schmidt für ihre ausgezeichnete Reko der Werkhallen in der Merseburger Straße geerntet hat? Als "Dankeschön" knallte ihr das Land S/A eine langweilige Riesen-Kiste daneben, das neue Präsidium. Beim Abwurf scheint es sich gedreht zu haben. Jetzt steht es mit der Seitenwand zur Straße. Um Platz für diese Kiste zu schaffen, war ein denkmal-geschütztes Gebäude vernichtet worden. Ich glaube, Totschweigen ist hier das Beste.

Anders sieht es mit dem Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) aus, auch wenn die Geschichten sich gleichen: Viel Mühe, Respekt und Geschick hat man bei der Reko des alten Packhofes aufgebracht. Das Ergebnis, das Hotel "Ankerhof", konnte sich sehen lassen.
Konnte?
Die Zeiten, da der Ankerhof und das schmuck renovierte Gasthaus "Goldenes Herz" den Eingang zur Stadt bildeten, sind vorbei. Sehen Sie selbst:

Der Blick
von Westen,
vorher ...

 ... und heute!


 

 Hier das Größen-Verhältnis MMZ / Goldenes Herz im Entwurf:

Hier rechts unten:
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Das Gasthaus
"Goldenes Herz"


 

 Der Blick aus der Mansfelder Straße auf das Gasthaus "Goldenes Herz" im Vergleich:

Der Blick
nach Westen,
früher ...

 ... und heute!


 

 Im Modell können wir gut sehen, warum wir den Ankerhof so schlecht sehen können:

Hier rechts unten:
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Das Hotel "Ankerhof"


 

 Und jetzt der Blick von der Saale-Brücke auf den Ankerhof im Vergleich:

vorher
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und

 heute
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Ich muss zugeben: Der Entwurf des MMZ-Komplexes gefällt mir.
In passender Umgebung - bestimmt eine spannende Sache.
Aber an dieser Stelle: Respektlos!
So geht man mit seinem Erbe nicht um.
Wissen Sie übrigens, wer hier bauen lässt?
Die Stadt Halle!
Dieser Ausdruck ist nicht konkret. Gemeint sind natürlich die Bosse in der Stadt-Verwaltung.

Vorwurf

  •  genügend leer stehende Gebäude für MMZ vorhanden
  •  wenig Rücksicht auf die Umgebung
  •  viel zu wuchtig
  •  Missverhältnis der Proportionen des Neubaus zur bestehenden Bebauung
  •  Platz-Öffnung zur Saale untypisch für Halle
  •  Fassade des Neubaus passt sich dem historischen Ensemble Mansfelder Straße nicht an
  •  Blick auf das Saale-Ufer verstellt

Übrigens: Wie es aussieht, wird die Fassade dunkelbraun!




Sie meinen, dieser Blick sei auf ewig verloren?
Machen Sie es doch wie der Fotograf dieser Aufnahme.
Er hat sich ein Boot genommen.


Zum Thema Klotzen sehen Sie sich bitte auch Der Klotz auf dem Marktplatz an.



 

 

Info Name der Seite: HalleSaale.info / KunstHalle / Die Zumutung



© Abb. Modell und Entwurfs-Zeichnung der Architekten Letzel & Freivogel und einen interessanten Artikel zu diesem Thema in: HALLESCHE BLÄTTER, Heft 17, herausgegeben vom Arbeitskreis Innenstadt e.V., siehe LiebLinks

Das Foto vom Saale-Ufer stammt aus dem Buch
"Halle - eine Wassermusik" von Klaus Adolphi.
Der Künstler hat die Wasser-Wege unserer Stadt vom Boot aus erkundet und dabei mit der Kamera wunderschöne Bilder eingefangen. Diese Aufnahmen, verbunden mit interessanten Texten, ergeben ein originelles Büchlein.
Dem Band liegt eine Musik-CD mit eigenen Kompositionen / Arrangements von Klaus Adolphi bei.
(ISBN 3-93 2863-57-7)